Liebelei

Kulturkreis Walddörfer
Liebelei
Schnitzlers Stück wie Ophüls’ Film zeichnen ein Sittengemälde der Wiener Gesellschaft vor dem Ersten Weltkrieg.

Leutnant Fritz Lobheimer hat ein Verhältnis mit der Baronin Eggersdorf. Als er bei einem Opernbesuch das Mädchen Christine, die Tochter eines Kammermusikers, kennenlernt, ist es um ihn geschehen. Beide jungen Leute verlieben sich rasch ineinander. Doch wie ein Schatten legt sich über Lobheimer seine Vergangenheit, mit der er nicht aufzuräumen imstande ist: Die Affäre mit der verheirateten Baronin.
Eines Tages entdeckt der Gatte der untreuen Baronin Beweise für ihre außereheliche Beziehung. Baron Eggersdorf ist ein Mann der starren Konventionen. Sein Rang und seine gesellschaftliche Herkunft rufen nach Genugtuung in Form einer förmlichen Satisfaktion und der Adelige fordert den jungen Leutnant Lobheimer zum Duell. Lobheimers bester Freund, Oberleutnant Theo Kaiser, versucht vergeblich, die Militärführung davon zu überzeugen, in dieser Angelegenheit zu intervenieren, ehe es zu spät ist. Lobheimer wird beim Duell tödlich getroffen. Der Baron, der seine Ehre wiederhergestellt sieht, verlässt die Lichtung als Sieger.
Verbittert über den völlig veralteten und ebenso sinnlosen Ehrenkodex, der seinen Freund das noch junge Leben gekostet hat, nimmt Oberleutnant Kaiser seinen Abschied von der Armee und kehrt ins Zivilleben zurück. Als Christine vom Tod ihres Geliebten erfährt, stürzt sie sich in tiefer Verzweiflung und unendlichem Schmerz aus dem Fenster in die Tiefe.
D 33 R: Max Ophüls D: Paul Hörbiger, Magda Schneider, Luise Ullrich 94 Min.
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